VORBEREITUNG AUF DIE OPERATION

Wenn Sie eine Frage zum Thema Brustvergrößerung oder Bruststraffung haben, die auf diesen Seiten noch nicht beantwortet ist, schreiben Sie uns über das Kontaktformular

Die Brustvergrößerung ist eine Wahloperation. Die Kosten dieses Eingriffs werden nicht von der Krankenkassa übernommen.

In sehr seltenen Fällen, wenn die Brust komplett unterentwickelt oder ein starker Seitenunterschied vorhanden ist, kann man versuchen, einen Antrag an die jeweilige Krankenkassa zu stellen.

Grundsätzlich sollte jede ästhetische Veränderung diesen Ausmaßes erst nach Erreichen der Volljährigkeit erfolgen. Ausnahmen sind angeborene Fehlbildungen oder auch in seltenen Fällen Korrektureingriffe aus medizinischer Notwendigkeit.

 

Da vor allem die Brustentwicklung abgewartet werden sollte, führen wir nur in ausgewählten Situationen solche Eingriffe bei sehr jungen PatientInnen durch. Essentiell ist ein ausgiebiges Gespräch mit der Patientin und den Eltern. Danach ist vor allem eine Bedenkzeit notwendig, um eine gemeinsame Entscheidung zu treffen.

 

Bei Kinderwunsch oder Schwangerschaft sollte mit dem Eingriff bis ca 6-12 Monate nach Ende des Stillens gewartet werden.

Wo die Narbe nach der Brustvergrößerung liegt, hängt von der OP-Technik ab.

Hier unterscheiden wir folgende Schnittführungen:

  • in der Achsel (ca. 5cm Narbe)
  • in der Brustwarze (nur bei großen Brustwarzen, min. 4cm Narbe)
  • in der unteren Brustfalte ( ca. 4 cm Narbe)

Die Erfahrungswerte zeigen, dass die Schnitttechnik in der natürlichen unteren Brustumschlagsfalte das schönste Ergbenis bringt. Wie sich eine Narbe entwickelt, kann man nie vorhersehen. Im ersten Jahr findet eine Veränderung statt, die man mit Cremes etc. unterstützen kann. Nachbehandlungen für ein schöneres Ergebnis sind möglich.

Nach dem Aufklärungsgespräch erhalten Sie von uns alle notwendigen Unterlagen für eventuelle Voruntersuchungen. Hierbei handelt es sich vor allem um die interne Begutachtung, bei der neben einer Krankengeschichte, EKG-Untersuchung auch ein Blutbild durchgeführt wird. Mammografie und Lungenröntgen sind nicht immer erforderlich.

Im persönlichen Aufklärungsgespräch mit Ihrem Arzt wird die zu erwartende BH-Körbchengröße nach der Operation besprochen. Der Sport- oder Stütz-BH unmittelbar nach der Operation kann manchmal eine Nummer größer gewählt werden, da neben der Schwellung vor allem die Verbände in den ersten Tagen mehr Volumen erzeugen.

 

Verlassen Sie sich auf die Empfehlung Ihres Arztes was Größe und Art betrifft. Derartige BHs kosten um die 50,00 €.

Regelmäßiger Zigarettenkonsum ist generell schädlich. Speziell vor Operationen sollte man versuchen, das Rauchen komplett einzustellen, da die Wundheilung dadurch massiv eingeschränkt ist. Kleine Gefäße die in der Operationsnarbe aussprossen, transportieren Blut in diesen Bereich. Allein durch eine Zigarette wird dieser Bluttransport über Stunden gestört.

Man sollte 1 Woche vor der Operation bis ca. 4 Wochen nach der Operation nicht rauchen, um Wundheilungsstörungen und breite Narben zu vermeiden.

Die genaue Uhrzeit zu der Sie sich im Institut oder in der Klinik einfinden sollten, wird Ihnen am Tag vor der Operation bekannt gegeben. Sie sollten 7 Stunden vor der Operation nichts essen, trinken oder rauchen und versuchen ausreichend zu schlafen.

Die Befunde für die OP-Freigabe sollten ca. 14 Tage vor dem Operationstag bei einem Internisten erstellt werden. Sie müssen diese bitte am OP Tag ins Spital mitnehmen, um sie Ihrem Narkosearzt zu zeigen.

Wir planen mit unseren Patientinnen immer eine Übernachtung, da in dieser Zeit eine körperliche Schonung und ausreichend Schmerzmedikation essentiell für das Wohlbefinden sind. Am Morgen nach der Operation werden die Drainagen entfernt und der Sport-BH angepasst und eine Entlassung ist möglich.

Nehmen Sie genau dasselbe mit, wie für einen 1-tägigen Aufenthalt in einem Hotel. Bademantel, Toilettartikel, etc…

Auf Wunsch können Sie jederzeit vor der Operation in Absprache mit unseren Anästhesisten vor Ort auch eine Beruhigungstablette bekommen.

FRAGEN ZUR OPERATION UND IMPLANTATEN

Aufklärungsgespräch

Nach dem ersten Aufklärungsgespräch mit Ihrem Arzt sollten Sie Unterlagen mitbekommen, um in Ruhe zu Hause die Vorteile aber auch etwaigie Risiken einer solchen Operation einschätzen zu können. Etwaige noch offene Fragen können in einem weiteren Gespräch bei Bedarf geklärt werden.

Operation

Am Operationstag werden gemeinsam mit dem Arzt notwendige Anzeichnugen durchgeführt und der Ablauf des Eingriffes nochmals besprochen. Auch ein eingehendes Gespräch mit dem Narkosearzt ist ein Teil der Operationsvorbereitung.

Die Operation dauert zwischen 1 und 1,5 Stunden und wird in einer Allgemeinnarkose durchgeführt. Am Ende der Operation werden an beiden Seiten Drainageschläuche eingebracht die am ersten Tag nach der Operation wieder entfernt werden.

 

Nach der Operation

Nach einem meist 1-tägigem Aufenthalt in einer geeigneten Klinik können die meisten Patientinnen nach Hause entlassen werden. An diesem Tag sollte der nächste Kontrolltermin bekanntgegeben werden. Dieser Aufenthalt dient einerseits der Überwachung und andererseits ist eine geeignete Schmerztherapie vor allem in den ersten 24 Stunden wichtig.

Einige Wochen nach dem Eingriff ist es empfehlenswert, einen Sport-BH zu tragen und direkte Sonneneinstrahlung und zb. Saunagänge zu meiden. Alltagstätigkeiten können meist nach wenigen Tagen wieder problemlos durchgeführt werden.

Der Zugangsweg bei einer Brustvergrößerung ist vor allem von der Brustform und Technik, die durchgeführt wird, abhängig. 
Der Schnitt in der Unterbrustfalte ist der häufigste Zugang, da von hier aus der Muskel am besten abgelöst werden kann.
Über die Brustwarze wird dann operiert, wenn diese in derselben Operation verkleinert werden soll.
Über die Achselfalte wird vor allem dann zugegangen wenn sehr wenig Brustdrüsengewebe vorhanden ist.

Brustimplantate können

 

  • hinter dem Muskel (subpectoral)
  • hinter der Brustdrüse (subglandulär)
  • teils hinter dem Muskel, teils unter der Brustdrüse (dual plane)

 

plaziert werden. Die Entscheidung, welche Implantatlage die Bessere ist, wird mit der Patientin in einem Aufklärungsgespräch besprochen, da vor allem die körperlichen Voraussetzungen in diesem Fall sehr entscheidend sind.

 

Mit dem sogenannten „Pinch-Test“ (kneiftest) wird bestimmt, ob ausreichend Brustgewebe vor allem im oberen Brustansatz vorhanden ist, da ein unnatürliches Aussehen nach der Operation unbedingt vermieden werden soll. Jede Technik hat eigene Vor- und Nachteile, die in einem eigenen Punkt erörtert werden.

In unserem Institut bieten wir Patientinnen die einmalige Gelegenheit, die Brust vor der Operation mittels 3D-Scan zu vermessen und die Operation gemeinsam zu planen. Die Kosten von 150,00 € werden Ihnen, wenn Sie sich für eine Operation im Institut entscheiden, vom Komplettpreis der Operation abgezogen.

 

Buchen Sie einen Beratungstermin für Ihre 3D-Untersuchung gleich hier>>

Das Gefühl in der Brust und den Brustwarzen ist nach der Operation immer anders. Es hat eine Veränderung stattgefunden: Die Brust ist größer.

 

Spannungsgefühl, Ziehen, Druck und das Gefühl von Flüssigkeit sind normale Empfindungen nach einer Brustvergrößerung. Ebenso kann die Sensibilität stark deziniert sein (Hyposensibilität) oder die Brust extrem empfindlich sein (Hypersensibilität). Nach einer Zeitspanne von 3-8 Monaten normalisiert sich die Empfindlichkeit der Brust wieder. Das Gespür wird wieder normal. In seltenen Fällen kann es sehr kleine Hautgebiete geben, wo auch länger ein „komisches“ Gefühl besteht.

 

In unseren engmaschigen Kontrollen nach der Operation überprüft unser Team den Heilungsverauf und geht individuell auf den Heilungsprozess ein.

Implantate direkt zu vergleichen ist sehr schwer, da sie den individuellen Voraussetzungen der Patientin entsprechen müssen.

 

Allgemein haben runde bzw. halbrunde Implantate mehr Effekt im oberen Drittel der Brust – das Dekolleté wird gepusht. Der Vorteil im Vergleich zu anatomischen Implantaten liegt darin, dass sich runde Implantate nicht verdrehen können, da ihre Projektion symmetrisch ist.

 

Gerne berät Sie unser Team in einem kostenlosen und unverbindlichen Beratungsgespräch, welches das beste Implantat für Sie ist.

In einer Brustvergrößerungsoperation kann man die Brust nur bis zu einem gewissen Maximum vergrößern. Sollte eine Patientin ein größeres Ergbnis wünschen, so kann man in einer weiteren Operation nach ca. 1 Jahr eine weitere Vergößerung durchführen.

 

Ein weiterer Grund für eine erneute Operation wäre die Unzufriedenheit der Patientin mit dem Implantat bzw. der Form; hier kann man einen Implantatswechsel durchführen, um ein besseres Resultat zu erzielen.

Bei der Schnittführung in der Unterbrustfalte ist die Schnittführung meist zwischen 3 cm und 5 cm, je nach der Art, Form und Größe des verwendeten Implantats.

Die heutigen Brustimplantate haben seitens der Hersteller eine 10 Jahresgarantie auf das Material. Ein routinemäßiger Wechsel von Implantaten, wie er früher empfohlen wurde, ist aber nicht notwendig. Unabhängig von den Implantaten sollte eine regelmäßige Brustkrebsvorsorge mittels Ultraschall, Mammographie oder MRT durchgeführt werden, bei dem auch das Implantat gut dargestellt werden kann.

 

Heute muss man Implantate nur wechseln wenn

 

  • es zu einer Verkapselung (Kapselfibrose) kommt – Risiko unter 1%.
  • es zu einer Infektion kommt – Risiko unter 0,5%
  • es zu einer Abstoßungsreaktion kommt – Riskio unter 1%.

 

Die Wahrscheinlichkeit, dass Implantate entfernt oder gewechselt werden müssen, ist gering.

Die Operationszeit beträgt ca. 1 Stunde. Vorbereitung und Aufwachphase sind hier nicht inkludiert.

Nach einer Brustvergrößerung können Mammographien ganz normal durchgeführt werden. Viele Radiologen verwenden bei den Routinekontrollen auch hochauflösende Ultraschallgeräte, die eine weitere Untersuchung überflüssig machen können.

 

MRT-Untersuchungen bieten meist detailliertere Bilder, müssen aber nicht, wie oft gemeint, standardmäßig nach Brustvergrößerungen durchgeführt werden. Suchen Sie RadiologInnen auf, die vor allem viel Erfahrung in der Untersuchung der weiblichen Brust haben.

NACH DER OPERATION

KOSTEN

Patienten fragen uns immer wieder, wie die Kosten für eine Brustvergrößerung entstehen und warum vor allem im Ausland diese Operationen oft deutlich billiger angeboten werden, als in Österreich.

 

Der internationale Standard verlangt, dass eine Brustvergrößerung in Allgemeinnarkose durchgeführt wird. Dies ist einerseits für Patientensicherheit und -komfort wichtig, aber dadurch können vor, während und nach der Operation ein genaues Schmerzmanagement durchgeführt werden. Das Einbringen von Implantaten sollte auch unter gewissen Sterilitätsbedingungen durchgeführt werden. Eine Nachbetreuung durch sowohl geschulte Schwestern als auch den Operateur sollte das ganze Angebot abrunden und keine weiteren Kosten verursachen.

 

Daraus ergeben sich folgende Kostenpunkte:

 

  • Spitalsaufenthalt mit OP-Gebühr (1-2 Nächte)
  • Kosten für Anästhesisten
  • Kosten für Implantate
  • Kosten für die Betreuung und Operation

 

Um nun einen möglichst günstigen Preis zu erzielen, wird oft an der falschen Stelle gespart – billige Implantate – leider etwas, was wir im Institut für plastische Chirurgie bei im Ausland operierten PatientInnen immer wieder sehen.

 

Ambulanter Eingriff: Der Operateur erspart sich bis zur Hälfte der Kosten.

 

Der in Österreich übliche Preis bei seriösen Chirurgen bewegt sich derzeit zwischen 5.000,00€ und 6.500,00€. Leider gibt es auch in Österreich immer mehr Chirurgen die versuchen, durch Preisdumping an Patienten zu kommen.

 

  • Fragen Sie Ihren Operateur unbedingt, welche Leistungen in dem angegebenen Preis inkludiert sind! Oft sind Implantate, Nachkontrollen oder gar der Aufenthalt in der Klinik nicht inkludiert.

Üblicherweise wird das vereinbarte Honorar vor der Operation überwiesen. In manchen Fällen akzeptieren wir auch die Bezahlung bei der ersten Kontrolle nach der Operation im Institut.

Stornokosten können lediglich aufgrund des Spitals anfallen, sind aber die wirklich seltene Ausnahme. Dem Team des Instituts ist es wichtig, dass Sie gesund zu dieser Operation kommen. Umso früher Sie uns den Grund für eine eventuelle Absage geben können, desto leichter ist es auch, einen Ersatztermin zu koordinieren.

Grundsätzlich sind Komplikationen bei Brustvergrößerungen sehr selten. Von uns erhalten Sie einen Komplettpreis, in dem alle erforderlichen Behandlungen rund um diesen Eingriff inkludiert sind. Sollte es unerwarteterweise z.B. zu einer Nachblutung kommen, entstehen keine weiteren Kosten für Sie. Alle Kontrollen und Verbandwechsel nach der Operation sind ebenfalls inkludiert.

RISIKEN

Die Brustvergrößerung ist eine risikoarme Operation. Allerdings gibt es wie bei jeder OP allgemeine Risiken:
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  • Infektionsgefahr (hierfür: Antibiotikum vor, während und nach der OP)
  • Schmerzen (hierfür: Schmerztherapie startet schon vor der OP)
  • Narbenbildung & Wundheilungsstörung
  • Sensibilität: Über- oder Unterempfindlichkeit (Normalisierung nach 3-8 Monaten)

 

In seltenen Fällen kann es zu einer Nachblutung (innerhalb der ersten 24h) kommen. Hier blutet es aus einem sehr kleinen Gefäß. In den engmaschigen Kontrollen nach der Operation würde eine Blutung sofort auffallen. Die Patientin muss nochmals für ca. 15 min in den OP um die Blutung zu stillen. Eine Nachblutung hat keine Auswirkungen auf das Resultat.

Die Kapselfibrose ist eine seltene Komplikation, die auch noch Jahre nach der Operation auftreten kann.

Hier gibt es folgende Grade:

 

GRAD I:

 

Brust ist weich, optisch nichts sichtbar, keine Schmerzen.

GRAD II:

 

Brust etwas fester, fällt dem Patienten meist selbst nicht auf.

GRAD III:

 

Brust deutlich fester, Implantatrand kann gesehen werden, Spannungen und leichte Schmerzen können auftreten.

GRAD IV:

 

Brust fest und hart, zusätzlich Schmerzen, Deformierung der Brust durch den inneren Druck der Narben (Kapsel).

 

Sollte es zu einer Verkapselung kommen, kann man versuchen diese zu „Sprengen“. Bei der Kapselsprengung wird die Patientin stark sediert und mit einem gezielten Druck auf die Brust versucht, die Kapsel aufzubrechen.

Sollte dieser Schritt nicht möglich oder ausreichend sein, ist der Implantatswechsel erforderlich. Dem Grad der Verkapselung entsprechend kann entweder in der gleichen Operation oder nach einer ca. 3 monatigen Heilungsphase ein neues Implantat eingesetzt werden.

Die Angaben der unterschiedlichen Hersteller sind variabel. Als behandelnde Ärzte raten wir dazu, im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung auch eine Untersuchung der Implantathülle durchführen zu lassen, wobei sich sowohl Ultraschall und Mammographie, als auch besonders die MR-Mammographie hierzu eignen.

 

Ohne Verdacht einfach nach einem gewissen Zeitraum Brustimplantate zu tauschen, ist daher nicht notwendig. Materialgarantien werden bei den Herstellern mit bis zu 10 Jahren angegeben.

Viele Patientinnen haben eine Horrorvorstellung vor der Drainagenentfernung. Leider wird in vielen Foren keine hinreichende Aufklärung betrieben.

 

Die Entfernung ist nicht schmerzhaft. Es ist ein kurzes Ziehen, das schnell vergeht.

Viele Patientinnen sind Bauchschläfer und fragen sich daher immer wieder:

 

„Wie soll ich nach der Operation nur schlafen?“

 

„Werde ich Schmerzen haben?“

 

„Wird sich das Ergebnis verändern?“

 

Bei Brustvergrößerungen steht die Position des Implantats eher im Vordergrund, da deutlich weniger Narben gesetzt wurden, wie zb. bei Bruststraffungen. So lange man keine starken Schlafmittel nimmt, wacht man als Patient in den ersten Tagen automatisch auf wenn man ungünstig liegt. Bei den von uns verwendeten Brustimplantaten und den Techniken kann das Implantat aber kaum verrutschen, weshalb diese Sorge also unbegründet ist.

Bei Bruststraffungen oder Brustverkleinerungen dauert es einige Wochen bis das Gewebe durch die Vernarbung auch an Festigkeit zurückgewonnen hat. In dieser Zeit ist immer etwas Vorsicht geboten und vor allem sollte der Sport-BH auch nachts getragen werden. Ein Lösen der Nähte kann jedoch durch das Schlafen am Bauch nicht passieren.

In allen Fällen empfehlen wir:

  • den SportBH in der angegebenen Zeit Tag und Nacht zu tragen
  • sich körperlich zu schonen

Nach der Operation wird innerhalb der ersten paar Tage ein Verbandwechsel durchgeführt. Die Nähte werden erst nach 14 – 21 Tagen entfernt. In dieser Zeit dürfen die Operationswunden nicht nass werden. Daher sollte man weder duschen noch ein Vollbad in dieser Zeit nehmen. Auch Saunagänge sind bis zum vollständigen Abschluss der Heilung nicht erlaubt.

Nach der Operation sollte für 5 – 6 Wochen ein Sport-BH ohne Bügel getragen werden, da das Implantat in dieser Zeit einheilt. Durch BHs mit Bügel oder Push-Ups kann das Implantat in der Heilungsphase zu hoch rutschen. BHs mit einem zusätzlichen Gurt sind nicht immer notwendig und nur in Absprache mit Ihrem behandelnden Chirurgen zu tragen.

Die Narbe nach einer Brustvergrößerung – dies gilt aber allgemein für alle Operationsnarben – sollte bis zu einem Jahr vor direkter UV-Strahlung (Sonne und Solarium) geschützt werden. Wenn man die Narben mit Pflastern oder zb. einem Handtuch abdeckt, ist eine Solariumbesuch ca. 6 Wochen nach der Operation wieder möglich.

Dass es durch übermäßige UV-Strahlung zu einer Beschleunigung des Hautalterungsprozesses kommt, sei hier aus medizinischer Sicht nochmals erwähnt.

Dies ist abhängig von der Tätigkeit, die Sie üblicherweise ausüben. Am Tag nach der Operation können die meisten Patienten allen Alltagstätigkeiten in abgeschwächter Form nachgehen. Bei sitzenden Tätigkeiten in z.B. Büros ist das Arbeiten meist nach 7 Tagen wieder möglich. Bei stärkerer körperlicher Belastung ist die Dauer der Schonung individuell mit Ihrem Chirurgen in Abhängigkeit des Heilungsverlaufes zu besprechen.

Die Bewegung beim Autofahren ist nach gut einer Woche wieder problemlos möglich. Der Sicherheitsgurt birgt aber ein Risiko bis 5 Wochen nach der Operation, da die Implantate in dieser Zeit in Ihrer Position einheilen und eine Vollbremsung und damit Straffziehen des Gurtes ein Problem darstellen kann.

 

Wir raten unseren Patientinnen daher die ersten Wochen nach der Operation die Fahrtstrecken so kurz wie möglich zu halten.

Bis zur Nahtentfernung ist auf jeden Fall eine körperliche Schonung angesagt. Nach 3 – 4 Wochen kann üblicherweise mit leichtem Sport wieder begonnen werden. Sollte es sich um einen normalen Heilungsverlauf handeln, können Sie nach 6 Wochen alle Sportarten wie gewohnt betreiben.

Nach 5 – 6 Wochen ist das Implantat gut eingeheilt und kann sich in der Position nicht mehr stark verändern. Ab diesem Zeitpunkt ist, in Absprache mit Ihrem plastischen Chirurgen, ein Tragen von BHs mit Stützreifen oder Push-Up wieder möglich.

Nach einer Brustvergrößerung ist die Stillfähigkeit vollkommen erhalten, da das Implantat entweder hinter dem Muskel oder hinter der Drüse liegt.

Die Schwangerschaft ist eine hormonelle Ausnahmesituation für den weiblichen Körper. Hier finden massive Veränderungen statt. Auch die Brust ändert sich und bereitet sich auf die Stillfähigkeit vor. Eine genaue Vorhersage, wie sich die Brust während der Schwangerschaft bzw. nach der Stillzeit entwickelt, ist nicht möglich.

 

Umso stärker aber die Gewichtszunahme und umso länger die Stillzeit in der Schwangerschaft ist, desto größer können die Veränderungen der Brust nach dem Abstillen sein.

 

In den meisten Fällen bildet sich die Brust nach der Schwangerschaft wieder zurück. In manchen Fällen ist eine Nachstraffung notwendig, die oft auch in einem ambulanten Eingriff durchgeführt werden kann.