Kapselsprengung noch Up-to-date?

19.05.2015 22:22 von Dr. Rolf Bartsch

Wenn Sie soweit in unserem Artikel gekommen sind, denken Sie wahrscheinlich das dieser schon vor vielen Jahren geschrieben wurde. Mitnichten. Wir schreiben das Jahr 2015. 

Obwohl in unzählichen Foren und Meinungen von Kollegen die innere Kapselsprengung als "altmodisch" abgetan wird, sehe ich diese noch sehr wohl als richtig, wenn... Ja wenn man es bei den richtigen Patienten macht. Kapselfibrosen nach Brustimplantaten werden nach unterschiedlichen Schweregraden eingeteilt. Umso fester desto höher der Grad, wobei auch Schmerzen eine große Rolle spielen können. Wir wenden die innere Kapselsprengung - bei der im Dämmerschlaf mit Druck von aussen die harte Kapsel eröffnet wird und die Brust sogleich wieder weich ist- nur beim ersten Grad und ganz im Anfangsstadium an. 
Die Anwendung an 140 Patientinnen in dne letzen 15 Jahren hat gezeigt dass bei 64% ein weitere Eingriff für 5 Jahre nicht notwendig war. Das Argument gegen diesen Eingriff ist die Rezidivrate - also das neuerliche Auftreten - von knapp 50%. Wir stellen diesem einfachen Eingriff eben die 50% Chance gegenüber sich eine Operation zu ersparen.

So wie es halt entweder "das Glas ist halb voll oder halb leer" heisst.

Wir freuen uns über Kommentare zu dem Thema! 


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